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Hochwasserschutz

Junihochwasser 2013
Tagelanger Dauerregen ließ die Bäche und Entwässerungskanäle im Donaumoos gewaltig ansteigen. Vom Sonntag, 02.06. auf Montag, 03.06. füllte sich das Sandizeller Rückhaltebecken, das von unseren Tieren beweidet wird zu 90 %. Der Wasserstand erreichte einen bisherigen Höchststand. Nur noch 32 cm fehlten am Notüberlauf, dann wäre das Wasser in den Arrondierungskanal abgelaufen, der schon bis auf Uferhöhe gefüllt war. Das hätte eine Überschwemmung der westlich gelegenen Wiesen und Felder zur Folge gehabt. Durch die voreingestellte Durchlassmenge wurde dem Hochwasser die Spitze genommen und so verhindert, dass das Becken überlief. Das Überlaufen der randvollen Entwässerungsgräben und der Pöttmeser Ach wurde dadurch unterbunden, die mögliche Überschwemmung von Klingsmoos abgewehrt. Das Rückhaltebecken Sandizell hat seine Funktion voll erfüllt! Die Tiere zogen sich auf höher gelegene Flächen zurück und kamen nicht zu Schaden.


Hochwasserschutz im Donaumoos
Eine Fläche von ca. 550 km² wird aus den umliegenden Gebieten (im Westen die Aindlinger Terrassentreppe, im Süden und Osten das Tertiäre Hügelland) ins Donaumoos entwässert. Durch die Moorsackung können Niederschlagsspitzen nicht mehr vom Torfkörper "aufgesaugt" werden und müssen direkt über die flacher gewordenen Donaumoosbäche abgeleitet werden. Dabei kommt es teilweise zu großen Überschwemmungen. Solche waren beispielsweise in den Jahren 1981, 1985, 1994 und Anfang Juni 2013.


Hochwasser im Donaumoos

Eine praktikable Lösung des Hochwasserproblems stellen Wasserrückhaltebecken dar. Am Donaumoosrand sind im Entwicklungskonzept 15 solcher Becken vorgesehen, mit insgesamt 700 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen auf einer Gesamtfläche von 1500 ha. Auf den angekauften Flächen werden Dämme aufgeschüttet, die das Wasser zurückhalten und es in kleinen Mengen zeitlich versetzt wieder an die Donaumoosbäche abgeben. Bisher wurden drei Retentionsbecken am südlichen, westlichen und östlichen Rand des Donaumooses auf der Flur von Pöttmes am Seeanger (Landkreis Aichach/Friedberg), am Baierner Flecken und bei Sandizell am Pfaffenfeld gebaut.


Wasserrückhaltebecken im Seeanger und in Sandizell am Pfaffenfeld

In den Becken wird das Wasser so lange zurückgehalten, bis der Wasserstand in den Vorflutern wieder Normalstand erreicht hat. Dies kann mehrere Stunden oder auch einige Tage dauern. Die Weidetiere können in solchen Fällen auf höher gelegene Weideflächen ausweichen.


Hochwasser in Sandizell im Dezember 2010