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Mutter Linaddili


Tochter Sandra


Enkelin Sana


Urenkel Santino, 1 Monat alt

Zucht

Wir versuchen nach den Richtlinien des Vereins zur Förderung der Auerochsenzucht - VFA e.V. die gewünschten Merkmale des "Auerochsen" noch zu verstärken. Deshalb halten wir nur ausgewählte Tiere aus dem Zuchtbuch A, die in ihrem Aussehen (Phänotyp) dem Urrind schon sehr nahe kommen. Folgende Merkmale müssen u. a. züchterisch noch herausgearbeitet werden: Steigerung von Körpergröße, -gewicht und -form, die lyra-ähnliche Hornform mit einem kleinen Schwung am Ende nach oben.

Ein Vergleich der beiden Abbildungen unten zeigt deutlich die vorher angesprochenen beiden Zuchtziele: Körpergröße und Hornform.

Erscheinungsbild - Phänotyp

"Auerochsen" sind schlanke, nicht auf Fleischmasse gezüchtete Tiere. Das Körpergewicht der Kühe beträgt ca. 500 kg, Stiere erreichen ca. 900 kg.

An Kopf und Schulter tragen die Kühe ein dunkelbraunes bis schwarzes Fell, nach hinten wird es hellbraun bis rötlichbraun. Die Stiere sind durchgehend schwarz gefärbt. Über den Rücken verläuft ein heller Aalstrich. Ein deutlicher Wechsel zwischen kurzem, glattem, glänzendem Sommer- und langem, zottigem Winterfell ist typisch. Auffällig ist das weiße Flotzmaul (Mehlmaul).

Kälbchen werden mit hellbraunem Fell geboren. Der Farbwechsel beginnt nach 2 – 3 Monaten vom Kopf ausgehend nach hinten. Die Stirnlocke bleibt hell.


(Bild von Uwe Sachser: Sandra und Samiro aus unserer Zucht)

Stiere und Kühe unterscheiden sich durch einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus. Dieser liegt nicht nur in der Fellfarbe vor, sondern auch in Größe und Gewicht. Haben die männlichen Tiere eine Widerristhöhe von größer als 160 cm, so beträgt diese bei den Kühen nur 140 cm. Stiere besitzen eine wesentlich stärkere Nackenmuskulatur.

Die Dicke, Länge und Spannweite der Hörner ist ebenfalls stark unterschiedlich. Die Mittelwerte sollen bei Stieren in obiger Reihenfolge betragen: 34 cm, 63 cm, 84 cm. Bei den Kühen sollten die Werte 23 cm, 42 cm und 62 cm erreicht werden.
Bei beiden Geschlechtern sollen die Schleimhäute und die Zunge schwarz sein.

Verhalten

In der Herde herrscht eine strenge Rangordnung die laufend durch Schiebekämpfe bestätigt oder neu ausgefochten wird. Die Führung der Herde hat die ranghöchste Kuh.

"Auerochsen" werden auf Robustheit gegenüber Kälte und Wärme gezüchtet. Obwohl wir einen Unterstand vorhalten, wird er von den Tieren nicht angenommen. Selbst im Winter, bei über -20°C sind sie Tag und Nacht draußen auf der Weide, geschützt durch ihr äußerst dichtes Unterfell und ihr langes Deckfell. Im Sommer ruhen sie gerne auf Grasnarben, unter Bäumen und in Hecken. Im Unterstand wurden sie bisher nur zur Futteraufnahme angetroffen.

Was sie auf jeden Fall brauchen, ist ausreichend frisches Trinkwasser. Sie versorgen sich bei uns selbst aus Weidepumpen (im Winter beheizt und mit Thermohaube) und aus zwei Bächen.

Die Kühe sind leicht gebärend. Vor der Geburt sondern sie sich von der Herde ab und vertreiben alles, was zu nahe kommt. Für Unachtsame kann dies sehr, sehr gefährlich werden, denn das Aggressionsverhalten ist erheblich gesteigert.

Die Tiere sollten Fremden gegenüber ein natürliches Fluchtverhalten zeigen.